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Die Alpen - herrliche Passstraßen, imposante Aussichten, majestätische Bergmassive, kaum eine Landschaft besitzt so viel Anziehungskraft - speziell für Motorrad-/Großrollerfahrer. Hier möchten wir einige der schönsten, kurvenreichsten und anspruchvollsten Strecken vorstellen. |
Nockalm
Länge: 34 Kilometer Höhe: 2042 Meter Öffnungszeiten: Anfang Mai bis Ende Oktober Max. Steigung: 12 Prozent Maut: 7 Euro Fazit: reizvolle Strecke mit zwei Passhöhen
Info: Die fast 35 km lange Straße führt in 52 Kehren durch den einzigen europäischen Nationalpark im sanften Hochgebirge mit dem größten Fichten- und Zirbenbestand der Ostalpen. Die geringe Steigung der Straßenführung ist eine optimale Voraussetzung, um die Einzigartigkeit der Nockberge genießen zu können, deren unverwechselbares Erscheinungsbild - die runden "Nocken" - zu den erdgeschichtlichen Raritäten zählen und einmalig im gesamten Alpenraum sind. |
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Timmelsjoch
Länge: 44 Kilometer Höhe: 2509 Meter Öffnungszeiten: Mitte Juni bis Mitte Oktober Max. Steigung: 15 Prozent Maut: 11 - 13 Euro Fazit: sowohl die Strecke als auch die Landschaft ist sehr abwechslungsreich
Info: Die Timmelsjoch Hochalpenstrasse (Passo del Rombo) mit ihren unzähligen Kehren ist ein absolutes Muss für jeden Schräglagen Freak. Auf 30 Kilometern überwindet man rund 1800 Meter Höhenunterschied. Eine der bekanntesten und beliebtesten Motorradtouren Tirols führt geradewegs durch das Ötztal nach Südtirol. Beeindruckend schlängelt sich die Panoramastraße über den Pass nach Südtirol, und man durchquert ein wunderbares und anmutiges Gebiet. Von Hochgurgl aus fährt man bis zur Mautstation und weiter der Passstraße entlang. Beachten Sie auch die Mautinformationen für Österreich und Italien. Im Winter ist die Timmelsjoch Hochalpenstraße gesperrt und in den Sommermonaten nur tagsüber geöffnet (Nachtfahrsperre). Um die Straße frühzeitig öffnen zu können, muss sie von den Schneemassen befreit werden. Daher werden diese mit Schneefräsen bereits im April auf einer Strecke von rund 8 km in Angriff genommen, was allerdings bei einer Schneewandhöhe von 8 Metern rund 4 bis 8 Wochen dauern kann. Die Timmelsjoch Hochalpenstraße ist die tiefste Stelle des Alpenhauptkamms, die frei von Gletschern ist und die schnellste Verbindung zwischen Nord- und Südtirol. Auf jeden Fall sollte man eine Rast einlegen um die überwältigende Aussicht auf den beiden Seiten der Berge zu genießen. |
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Hahntennjoch
Länge: 29 Kilometer Höhe: 1903 Meter Öffnungszeiten: April bis November Max. Steigung: 16 Prozent Maut: keine Fazit: der nördlichste hochalpine Pass Österreichs
Info: Das Hahntennjoch befindet sich auf der knapp 30 Kilometer langen Strecke zwischen Imst und Elmen. Höhepunkte bilden die Ausblicke in die Hochtäler mit ihrer formenreichen und zerklüfteten Landschaft. Das Hahntennjoch verbindet das Inntal, ausgehend von Imst - mit dem Lechtal, wo der Pass kurz vor der Orschaft Elmen auf die B198 trifft die parallel dem Lech folgt. Das Hahntennjoch zählt mit seinen moderaten 1.903 Höhenmeter nicht zu den echten Herausforderungen was die Höhe angeht, jedoch birgt dieser Pass einige nicht zu unterschätzende Gefahren. Der Pass ist äußerst Muren gefährdet. Muren sind Stein- und Schlammlawinen, welche bei starkem Regen und Gewittern vom Berg abgehen. Große Warnschilder weisen auf diese Gefahren hin und die links und rechts neben der Strasse aufgehäuften Kieshalden lassen ahnen welche Naturgewalten hier manchmal am Werk sind. Auf der Inntalseite verläuft der Pass in sehr engen Kehren entlang der Felswand. Die Strasse ist sehr eng und im Sommer gibt es immer wieder Motorradfahrer, die in den unmöglichsten Kurven halsbrecherisch überholen. Entsprechend hoch ist die Unfallhäufigkeit. Dazu kommt daß das Hahntennjoch als ideale Traverse von Deutschland nach Südtirol gilt, zumal man damit dem überfüllten Fernpass ausweichen kann. Trotz dieser Umstände ist das Hahntennjoch der Favoriten wenn es darum geht vom Gaichtpass kommend, weiter über das Timmelsjoch hinein nach Südtirol zu schwingen. Schon von Elmen aus dem Inntal schmiegt sich der Pass entlang der Felswände durch mehrere Tunnel hinauf bis kurz vor Boden, wo es dann nach links hinauf über Pfafflar zum Pass geht. In Pfafflar selbst, welches nur aus ein paar kleinen Häusern und Heustadeln besteht, findet Ihr am Ortsausgang der einzigsten Strasse links eine gemütliche Restauration mit Biergarten (Biker very welcome). Die Passhöhe selbst ist lediglich eine kleine Kuppe, ohne Kiosk, ohne Restaurant und hat man das Cattlegrid (Kuhgitter in der Strasse eingelassen, damit die Viecher nicht abhauen) überrollt, so geht es weiter an der rechten Talseite entlang in sehr engen Kehren hinab nach Imst. Die Strasse taucht dann nach etwa 7km in einen Lerchenwald ein und schwingt sich in etlichen Serpentinen nach Imst und durch Wohngebiete durch den Ortskern.
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Grossglockner Hochalpenstraße
Länge: 48 Kilometer Höhe: 2504 Meter Öffnungszeiten: Anfang Mai bis Ende Oktober Max. Steigung: 12 Prozent Maut: 18 Euro Fazit: mäßiger Fahrspaß, dafür aber unschlagbares Panorama rund um den höchsten Berg Österreichs
Info: Mit ihren tollen Panoramen und ihren herrlichen Kurven ist die Grossglockner Hochalpenstrasse etwas für Gemütsmenschen. Man muss sie einfach gesehen haben, diese Ausblicke auf schneebedeckte 3000er. Die Großglockner-Hochalpenstraße verbindet Bruck (755 m) im Salzachtal im Norden mit Heiligenblut (1301 m) bzw. Winklern (965 m) im Mölltal im Süden. Der höchste Punkt der Straße ist das Hochtor auf 2504 m Höhe. Für alle Motorräder wird eine Mautgebühr erhoben. Weiterhin gibt es noch eine Stichstraße vom Fuschertörl (2428 m) zur Edelweißspitze (2571 m) und eine weitere Stichstraße auf der Südseite zur Franz-Josephs-Höhe (2362 m) mit Blick auf den Großglockner und die Pasterze, den mit 9 km Länge größten Gletscher Österreichs. Das Glocknergebiet liegt im österreichischen Nationalpark „Hohe Tauern" . Der Großglockner selbst ist mit 3798 m der höchste Berg Österreichs. |
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Sölkpass
Länge: 32 Kilometer Höhe: 1788 Meter Öffnungszeiten: Mai bis Ende Oktober Max. Steigung: 15 Prozent Maut: keine Maut Fazit: am Nordende schöner Abstecher zum Stoderzinken
Info: Der Sölkpass liegt in der Steiermark, verbindet das Ennstal im Norden mit dem oberen Murtal im Süden und überquert dabei die Schladminger Tauern. Von Norden bietet die Anfahrt landschaftlich einiges: Unberührte Natur, weite Weiden, Almen und sehr grüne Landschaft. Die L704 über den Sölkpass quert die Niederen Tauern und verbindet die Orte Murau (S) mit Stein-an-der-Enns (N). Die Strecke weist auf den beiden relativ kurzen Rampen einige Kehren auf, ist gut ausgebaut und durchgehend asphaltiert. Strecke und Scheitel sind landschaftlich schön, bieten aber relativ wenig Aussicht. Die gesamte NW-Anfahrt führt durch den Naturpark Sölktäler. Der Pass ist im Winter geschlossen und ist, auch wegen seiner geringen Bedeutung, oft bis in den Mai hinein gesperrt. An Wochenenden und Feiertagen sollte man, vor allem bei schönem Wetter, mit Tempokontrollen rechnen.
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Plöckenpass
Länge: 30 Kilometer Höhe: 1357 Meter Öffnungszeiten: ganzjährig Max. Steigung: 13 Prozent Maut: keine Maut Fazit: drei komplett verschiedene Streckencharaktere
Info: Die Straße über den Plöckenpass ist neben dem Naßfeldpass die einzige Straßenquerung der Karnischen Alpen. Sie verbindet das österreichische Kötschach-Mauthen im Gailtal (N) mit dem italienischen Ort Timau im Tagliamento-Tal. In der Umgebung des Scheitels gibt es neben einem Freilichtmuseum etliche Relikte, die von der strategischen Bedeutung des Passes als Teil der österreichisch-italienischen Front im Ersten Weltkrieg künden. Während der Straßenzustand auf der österreichischen Seite hervorragend ist, wartet die italienische Seite zwar mit etwas schlechterem Belag auf, hat aber dafür auch einiges mehr an Kurven und (unbeleuchteten) Tunneln zu bieten. Der Plöckenpass wird nach Möglichkeit ganzjährig offen gehalten. Die Befahrung ist von Süden nach Norden sinnvoll. Toller Blick ins Val Grande. |
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Silvretta
Länge: 22 Kilometer Höhe: 2030 Meter Öffnungszeiten: Anfang Mai bis Ende Oktober Max. Steigung: 14 Prozent Maut: 10,50 Euro Fazit: Anfahrt von beiden Seiten ermüdend lang
Info: Die 40 Kilometer lange Silvretta Hochalpenstrasse mit ihren über 2000 Metern Höhe begeistert mit ihren herrlichen Panoramen. Sie verbindet die Region Montafon mit dem Paznauntal. Sehenswert sind der Silvretta Stausee und der höchste Punkt - die Bieler Höhe.
Leider kann diese Strecke nicht ganz halten, was der wohlklingende Name zu versprechen scheint. Ab Landeck gestartet geht es zuerst einmal durch viele Dörfer auf sehr begradigter und ganz neu asphaltierter Strasse nach Galtür. Kurz darauf folgt dann die Zahlstelle, an der für eine Tageskarte 10 Euro 50 pro Motorrad kassiert wird. Erst jetzt beginnt die eigentliche Passfahrt. Der Ausbau ist auch hier sehr gut und die Strecke wäre ein kurzes Stück lang spassig. Leider gilt aber für die ganze Silvretta Hochalpenstrasse Tempo 60! Die Westflanke ist nicht ganz so perfekt ausgebaut, bietet aber durch die Serpentinen und zahlreicheren Kurven ziemlich guten Fahrspass. Wenn überhaupt, wäre die Silvretta Hochalpenstrasse also eher in umgekehrter Richtung zu empfehlen. Hat man also die im Verhältnis zur Gesamtlänge nur kurze Passfahrt hinter sich, bleibt einem nichts weiter übrig als sich durch die zahlreichen Dörfchen (Achtung: Einige fest installierte Blitzer!) mit wieder meist 60km/h bis nach Bludenz zu quälen. Die Strecke ist eher für sehr gemütliche Motorradfahrer, die sich mehr an der wirklich schönen Landschaft als den Kurven erfreuen. Wer aber Fahrspass sucht, den nerven die vielen 60er Schilder. |
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Nassfeldpass
Länge: 25 Kilometer Höhe: 1530 Meter Öffnungszeiten: März bis Anfang November Max. Steigung: 14 Prozent Maut: keine Maut Fazit: auf beiden Seiten völlig verschieden
Info: Der Naßfeldpass ist neben dem Plöckenpass die einzige ausgebaute Straßenverbindung über die Karnischen Alpen. Er verbindet Tröpolach im Gailtal auf österreichischer Seite (N) mit Pontebba im italienischen Kanaltal (S). Auf dem Scheitel hat sich in den vergangenen Jahren das Hoteldorf "Sonnenalpe Naßfeld angesiedelt. Die beiden Passrampen unterscheiden sich deutlich im Ausbau: Während die Nordrampe sehr gut ausgebaut ist, geht es auf der Südrampe deutlich enger und holperiger zu. Bemerkenswert ist ein etwa 200 m langer durch den Fels getriebener, früher unbeleuchteter Tunnel, in dem eine enge Kehre mit recht starkem Gefälle liegt. Der früher gepflasterte Tunnelabschnitt wurde 2008 asphaltiert, auch eine Beleuchtung ist inzwischen installiert worden. |
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